Der Erweiterung einer Playstation 4 mit einer größere Festplatte, oder den Austausch bei einer kaputten Festplatte im Falle einer Fehlermeldung wird auf dieser Seite ausführlich beschrieben. Beim Austausch der Festplatte bzw. HDD (Hard Disk Drive) ist wichtig, dass diese einen SATA II- Anschluss hat. Es werden sowohl HDD, SSHD und SSD unterstützt, die sich vor allem in Preis, Kapazität und Geschwindigkeit unterscheiden.

Neue Festplatte für die PS4

ps4 festplatte SSHD
SSHD Festplatte für PS4
Bei Amazon ansehen

Kapazität: 1 TB

Geschwindkeitsboost: +


ps4 festplatte 2tb
HDD Festplatte für PS4
Bei Amazon ansehen

Kapazität: 2 TB

Geschwindkeitsboost: o


ps4 festplatte ssd
SSD Festplatte für PS4
Bei Amazon ansehen

Kapazität: 500 GB bis 1 TB

Geschwindkeitsboost: ++

Im direkten Vergleich sticht bei einer neuen PS4 Festplatte am ehesten die SSHD hervor, die preislich einen guten Kompromiss aus Geschwindigkeit und Kapazität bietet. Um kurz ein wenig technisch zu werden: Während eine HDD eine klassische (mechanische) Festplatte darstellt hat man es bei einer reinen SSD miteinem superschnellen Flash-Speicher zu tun, den man bei einer Playstation 4 insbesondere im Bootvorgang und den Ladebildschirmen bemerkt (solange nicht komplett von einer Disc geladen wird). Eine Hybridform stellt eine SSHD dar, hier wird sowohl wie bei einer HHD auf einer “Platte” als auch auf einem Chip, wie bei einer SSD gespeichert. Die Festplatte erkennt häufig verwendete Daten und lagert diese auf dem Speicher mit dem schnellen Zugriff. Dieser Kompromiss ermöglicht einen größeren und schnelleren Speicher als die reguläre Playstation 4 Festplatte und  bietet ein super Preis/Leistungs-Verhältnis. Wer zum Beispiel eine größere 2TB PS4 Festplatte wünscht, muss wiederum zu einer HDD greifen – andere Festplatten in einer für die PS4 geeigneten Form (Stand 2016) gibt es bislang leider nicht in dieser Speichergröße.

Wie schwierig ist der Einbau einer neuen Festplatte in die PS4?

Grundsätzlich ist der Wechsel der Festplatte der Playstation 4 überhaupt nicht schwierig und es wird auch kein technisches Fachwissen dafür benötigt.

Welche Festplattenart für Playstation 4?

Wer heute einen PC oder ein Notebook erwirbt, kauft meist die Katze im Sack. Die eingebauten Komponenten lassen sich wenig beeinflussen. Die Hersteller stellen Komplettpakete zur Verfügung. Der Kunde hat nur selten die Möglichkeit einer Einflussnahme. Vielfach kommt auch noch hinzu, dass nur wenig technisches Wissen vorhanden ist. Sicherlich: Mit Begriffen wie Gigabyte und Terabyte kann heute jeder etwas anfangen. Auch die Bedeutung von Festplatten als magnetisches Speichermedium ist allseits bekannt. Die Abkürzungen HDD, SSD und SSHD stellen indes für die meisten Nutzer unbekannte Hieroglyphen dar, die mit keinem Sinn zu füllen sind. Dabei sind gerade im Rechner-Betrieb auf Grund der Kürzel Unterschiede wahrnehmbar. Intensivnutzer wie Gamer wissen hiervon zu berichten. Das alles trifft nun auch für Besitzer einer Playstation 4 zu!

Drei PS4 Festplatten-Systeme stehen untereinander in Konkurrenz

Nach Angaben des Hamburger Statistik Portals Statista wurden in Deutschland im Jahr 2014 etwa 5,4 Millionen Festplatten verkauft. Führender Hersteller im Bereich HDD-Technik war Western Digital (4. Jahresquartal: 43,4 %). Seagate (4. Jahresquartal: 40,3 %) und Toshiba (4. Jahresquartal: 16,2 %) folgen. Weltweit gesehen beherrscht Samsung (4. Quartal: 33,3 %) den SSD-Speicherplattenmarkt vor ScanDisk (4. Jahresquartal: 20,3 %). Damit sind die etablierten Systeme auch schon benannt. Für sie stehen viele Zahlen und Fakten zur Verfügung. Neuer Player in der Runde stellen die SSHD-Festplatten dar. Sie werden auch als Hybrid-Festplatte bezeichnet; der Hersteller Apple nennt sie Fusion Drive. Interessanter Weise besteht das Kürzel aus einer Kombination der etablierten Festplatten-Techniken. Darin drückt sich aus, dass die SSHD-Festplatten Komponenten aus beiden anderen Systemen besitzen: In langsame und konventionelle Festplatten wird ein schneller Festspeicher integriert. Preislich gesehen ordnen sich die neuen Systeme leicht oberhalb der HDD-Festplatten ein. In 09/2015 kostete ein TB (Terabyte) Speicherplatz auf den herkömmlichen Festplatten (HDD) etwa 50,00 Euro; auf der SSHD-Platte waren es etwa 75,00 Euro; die SSD-Komponente lag bei über 320,00 Euro.

So arbeiten die verschiedenen Systeme

Die erste magnetische Festplatte kam im Jahr 1956 zum Einsatz. Die “IBM 350″ brachte es auf ein stolzes Eigengewicht von 500 kg und konnte 5 MByte speichern. Die Entwicklung hat sich seitdem sehr zum Vorteil der Verbraucher verschoben. Heutige Ausführungen sind klein und leicht und besitzen eine enorme Kapazität, die in den Gigabyte- und Terabytebereich reicht. Aber wie arbeiten die auf dem Markt anzutreffenden Systeme? Was sind ihre Charakteristiken?
Das Kürzel HDD steht für Hard Disk Drive. Es handelt sich hierbei um den Klassiker unter den Festplatten. Daten werden auf die Oberfläche rotierender Scheiben geschrieben. Die verbleibende Magnetisierung stellt den Verbleich aller Daten auch bei einem Stromausfall sicher. Informationen werden über die Abtastung der Magnetisierung ausgelesen. Leider ist dieses Konstrukt sehr anfällig bei Erschütterung. Berührt dann nämlich der Kopf die Scheiben, sind Schäden abzusehen. Auch die rotierenden Scheiben für die Abtastung sind bei langem Betrieb hohen Belastungen ausgesetzt.
Mit der Buchstabenkombination SSD wird der Ausdruck solid state drive abgekürzt. Während bei den HDD-Festplatten Magnetscheiben zum Einsatz kommen, funktioniert dieses System mit Halbleitern. Dadurch ist die Verwendung sehr leise. Auch das Gewischt ist deutlich reduziert und weniger Energie wird verbraucht. Mit der Halbleitertechnik wird ein schnellerer Datenzugriff realisiert. Insgesamt passen die SSD-Bauteile besonders gut in ein Notebook. Sie glänzen im mobilen Einsatz.
Die SSHD-Baugruppe bezeichnet die Hybrid-Festplatte. Eine konventionelle HDD-Festplatte wird mit einem SSD-Speicher verbunden. Die Kombination ist mit einem speziellen Daten-Lerneffekt ausgestattet. Dazu liest ein selbstlernender Algorithmus ständig die vorhandenen Daten und gibt sie an die SSD-Komponente weiter. Durch die gehäufte Verwendung beschleunigt die SSHD-Festplatte das Notebook. Es entstehen deutlich kürzere Zugriffszeiten und hohe Datenvolumina lassen sich übertragen.

Das wollen Gamer erleben

Konsoleros geht es primär um das frustfreie Gaming-Vergnügen. Das schließt selbstverständlich lange Ladezeiten oder knappen Festplattenspeicher aus. Der Datenträger an sich hat keinen direkten Einfluss auf die Performance der PS4. Trotzdem hat er Auswirkungen darauf, wie schnell und wie langsam das System arbeitet. Gerade bei aufwendigen Kulissen müssen zwischenzeitlich immer wieder große Datenmengen geladen werden. Schnelle Festplatten tragen dazu bei, dass Daten schneller in den Arbeitsspeicher geladen werden. Das gilt ganz allgemein für jedes Programm. Ein Open-World Titel fällt genauso hierunter wie eine PSN-Game. Das Aufrufen jeder Datei setzt immer wieder einen Lesevorgang auf einer Festplatte im Gang. Je schneller alle Daten im RAM-Speicher sind, desto zügiger steht die Anwendung vollständig zur Verfügung.

Mit Hybridfestplatten das Auslesen von Daten beschleunigen

Oder: Deshalb ist die SSHD-Platte als PS4 Festplatte eine clevere Wahl. Das Adjektiv “clever” steht für ein taktisch geschicktes Vorgehen. Damit bündeln Personen also die meisten Vorteile bei sich. Der Solid State Hybrid Drive (SSHD) bietet hohe Leistung zu einem niedrigen Preis. Eine hohe Speicherkapazität wird mit schnellen Leseraten verknüpft. Und das alles geschieht durch ein Hardwaregerät. Früher war es teilweise üblich, zwei Hardware-Komponenten zu verbauen: Auf einer kleinen und schnellen SSD-Festplatte wurden das Betriebssystem und häufig gebrauchte Anwendungen hinterlegt; selten verwendete Datensätze landeten auf einer HDD-Festplatte. Leider ließ sich dieses komplizierte Vorgehen nur an einem PC verwirklichen. Kleine und handliche Notebooks konnten hier nicht gesondert eingerichtet werden. Diese Zeiten sind jetzt endgültig vorbei. Hybrid-Festplatten für Notebooks im typischen 2,5-Zoll-Format sind schon länger erhältlich. Seit einiger Zeit sind auch Datenträger im 3,5-Zoll-Format auf dem Markt anzutreffen. Wer nach- oder umrüsten möchte, hat es sehr einfach. Die SSHD-Festplatte wird am ersten SATA-Anschluss angeklemmt. Auch muss nicht mehr wie in der früheren Installation zweier Festplatten darauf geachtet werden, dass Windows auf der SSD-Komponente vorliegt. Bei der SSHD-Platte handelt es sich um ein einzelnes Laufwerk. Ferner sind die Hybrid-Platten auch zu früheren Windows-Versionen voll kompatibel. Das steigert die Verwendbarkeit ungemein. Im Vergleich zur SSD-Komponente sollen an dieser Stelle aber auch nicht die Nachteile verschwiegen werden. Die Geschwindigkeitsvorteile kommen nur beim Lesen voll zum Tragen. Hier agiert zusätzlich der Flash-Speicher der SSD-Komponente. Beim Schreiben sind die Werte aber genauso hoch wie bei einer HDD-Festplatte. Der Flash-Speicher spielt hierbei keine Rolle.

Schlussfazit

Wer bereit ist ein paar Euro mehr auszugeben, kann sich mit einer SSHD- PS4 Festplatte in Sachen Geschwindigkeit den einen oder anderen Vorteil verschaffen. Beim Auslesen der Daten steht ein zusätzlicher Flash-Speicher zur Verfügung. Leider wirkt dieser Vorteil nicht beim Schreiben; hier spielt der Flash-Speicher keine Rolle. Uns fällt allerdings kein Anwendungsfall ein, bei dem ein größerer Speichervorgang signifikante Vorteile hätte. Insgesamt können mit dem Einbau einer SSHD Festplatte die Bootzeiten des PS4-Systems und die Ladezeiten der Games beschleunigt werden. Eine SSD bieten noch einmal einen höheren Geschwindigkeitsschub, ist allerdings preislich deutlich höher eingesetzt. Unsere Empfehlung fällt daher für preisbewusste Gamer mit dem Wunsch nach mehr Geschwindigkeit auf eine SSHD.

(431 Zufriedene Besucher, Durchschnitt: 4,97 von 5)